Vorsicht bei Abschlusskosten,Aufgabeaufschlag,Depotkosten,Courtage usw. die Bezeichnungen sind vielseitig. Sie schmählern die Rendite gewaltig. Hier sind Tipps und vergleiche der Geldanlagen wie Tagesgeldkonto,Bundesschatzbrief,Festgeld usw. |
Geldanlagen - kosten als Renditekiller! Wohin mit dem Ersparten? Gerade in der Krise will wohl überlegt sein, wo man sein Geld anlegt. Die Zinsen sind gefallen, die Renditen sind mager. Da muss man besonders auf Kosten und Gebühren der Geldanlage achten, sonst fressen sie am Ende einen Großteil der schmalen Zinsen auf. Bearbeitungsgebühr, Abschlusskosten, Performance-Fee, Ausgabeaufschlag oder Bestandsprovision, es gibt eine Vielzahl an Kosten über die die Vermittler nicht gerne reden, die sie manchmal sogar verschweigen. Ratgeber Geld hat die Kosten verschiedener Geldanlagen verglichen und einmal ausgerechnet, um wie viel sie die Rendite des Ersparten schmälern. Der 10.000 Euro-Test10.000 Euro gut angelegt. Wie viel Rendite kann das bringen? Was verlangen dabei Banken und Vermittler und was bleibt dem Sparer am Ende übrig? ARD Ratgeber machte den Test mit Dr. Schulte,Finanzexperte. Er nimmt 10.000 Euro und investiert fiktiv in verschiedene Geldanlagen. Dort vergleicht er Kosten und Provisionen und rechnet aus, wieviel Rendite vor Steuern damit über die Jahre verloren geht. Gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase schlagen Kosten besonders stark zu Buche. Bei 10.000 Euro ergeben 2 % Zinsen pro Jahr 200 Euro. Fallen zum Beispiel 1 % Anlagekosten an, sind das 100 Euro. Die halbe Rendite würde also die Bank bekommen. Kategorie I: Sichere GeldanlagenBei den sicheren Anlagen schickt Ratgeber Geld einen Rentenfonds mit 2 % Rendite vor Kosten, ein Tagesgeld mit 1,9 % und einen Bausparer mit 1,5 % ins Rennen. Wer wird gewinnen? Was bleibt nach einem Jahr und nach 30 Jahren, wenn man die Zinsen wieder mit anlegt? Startschuss zum Renditerennen. Nach 30 Jahren gewinnt mit großem Abstand das Tagesgeld mit erreichten 17.588 Euro. Auf dem 2. Platz der Bausparer mit 15.474 Euro. Und weit abgeschlagen, der Rentenfonds mit lediglich 13.874 Euro. Kategorie II: Risikobehaftete GeldanlagenIn der Kategorie 2 mit Risiko vergleicht Rolf Schulte Geldanlagen in Aktien mit Anlageschwerpunkt Europa. Erstens: ein Aktienfonds ohne Kosten für den Kauf, also ohne sogenannten Ausgabeaufschlag. Zweitens: ein Dachfonds und drittens ein Indexfonds, der den Index MSCI Europe abbildet, ein Maß für die Wertentwicklung der westeuropäischen Aktienmärkte. Für alle gilt: eine angenommene Wertentwicklung von 6 % vor Inflation, Steuern und Kosten. Nach einem Jahr liegt der Indexfonds mit 10.534 Euro in Führung, bei ihm werden lediglich 0,3 % Verwaltungsgebühr fällig. Dicht gefolgt vom Aktienfonds mit 10.361 Euro, der Dachfonds mit 9.830 Euro immer noch hinter der Startlinie. Nach 30 Jahren klarer Gewinner: Der Indexfonds - aus 10.000 Euro wurden 52.574. Zweiter der Aktienfonds mit 28.977 Euro. Der Dachfonds hat mit 19.556 Euro wegen der hohen Kosten nicht einmal die halbe Strecke geschafft. FazitRenditeversprechen sind mit großer Vorsicht zu genießen. Kosten und Provisionen vernichten einen großen Teil der Rendite, deshalb ist es wichtig, genau darauf zu achten.
Tipps zur Geldanlage
Mit der jüngsten Leitzins-Senkung hat das Zinsniveau in Deutschland einen historischen Tiefststand erreicht. Gut für die Finanzierung von Immobilien, aber schlecht für die Geldanlage. Wer derzeit auf Bundeswertpapiere setzt, muss sich mit einer mageren Rendite zufrieden geben. Bundesschatzbrief (Typ A)Im ersten Jahr rentiert er mit 0,75% TagesgeldEs kann s FestgeldBeim Festgeld ist - im Gegensatz zum Tagesgeld - der Zinssatz für die gesamte Laufzeit garantiert. Für eine Mindestanlagesumme von 5.000 Euro und eine Laufzeit von 12 Monaten bieten unter anderem folgende Banken derzeit überdurchschnittlich hohe Zinsen an: SparbriefDer klassische Sparbrief ist eine Alternative für alle Anleger, die sich trotz des niedrigen Zinsniveaus längerfristig binden möchten. Auch hier sind die Einlagen zu 100 % abgesichert. Unsere Top-Tipps für einen Sparbrief mit einer Laufzeit von drei Jahren: UnternehmensanleihenEine deutlich bessere Rendite lässt sich derzeit mit Unternehmensanleihen - also mit Schuldverschreibungen von Industrieunternehmen - erzielen. Sie bieten in der Regel eine attraktivere Verzinsung als die meisten Staatsanleihen. Aber natürlich gilt auch hier die Regel: je höher die Rendite desto höher das Risiko für den Anleger.
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